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D F 9 Q M


Meine Amateurfunkgeschichte



Februar 1973


Als jemand, der schon mit 8 Jahren begann, an alten Radios zu basteln, war mir der Amateurfunk in AM auf dem 40m Band bekannt. Aber leider machten immer mehr Stationen SSB. 1969 machte ich erste Versuche mit genehmigten Geräten auf dem 11m Band. Das Gerät war ein Tokai Fieldmaster. Aber das ging nur am Wochenende. Außerdem war die Reichweite gering und viele Taxis aus Rimini störten den Betrieb.

1970 sah ich am Auto meines Physiklehrers das Rufzeichen DJ 1 RC. Aber es interessierte mich nicht so. 1971 schwärmte ein Mitschüler oft über das gute Musikprogramm des WDR2. Ich sah mir seine Anlage an, eine Telefunken Stereoanlage mit einer 4 ele Yagi in Oldenburg Süd. Den Sender wollte ich auch empfangen und dachte mir, ich muß nur ein besonders empfindliches Radio bauen.

Ich hatte einen ZF Streifen für 10,7 MHz für ein 50kHz Raster aus einem alten Taxifunkgerät. Es fehlte eigentlich nur eine gute Eingangsstufe. Da ich, woher weiß ich nicht mehr, ein Buch von Jupp Reithofer über 2m Empfänger besaß, baute ich einen Tuner, bei dem die HF Vorstufe, Mischstufe und Oszillator getrennt waren, mit 3 AF 106. Das Ganze bekam einen keramischen Dreifachdrehko für 24 DM! und mein Freund Helmut, der bei der AEG Werkzeugmacher war, fräste mir ein tolles Dreikammergehäuse.

Der Tuner arbeitete außerordentlich gut. Zuerst war nur Rauschen zu vernehmen. Kein WDR, kein NDR. Ich mußte offensichtlich die Schwingkreise ändern. Doch plötzlich hörte ich eines Abends Stimmen. Es unterhielten sich DL6HY und DL2ZX/mobil. Toll, man konnte im Gegensatz zu den vielen Kurzwellen QSO's, die ich auf 40m belauscht hatte, beide Stationen ständig gleichmäßig und gut hören. Außerdem war es aus dem Raum Oldenburg und daher interessanter. Von Zeit zu Zeit hörte man Morsezeichen. Was war das? Ich malte sie mit: DB0UO. Hatte ja ein Radiomann Handbuch, in dem die Zeichen waren.
Mit der Zeit bekam ich mit: Es handelt sich um ein Oldenburg Relais, das bei DJ6UA im Garten stand. Nach und nach bekam ich die wichtigsten Stationen und Rufzeichen mit. Manfred, DJ6UA, Hans, DL6HY, Gustav, DL6AI, Bruno, DL9TN, Hans, DK2FN, der oft sehr weit entfernt mobil war und natürlich DL2PI, der oft auf 80m war und dann in meinem Mittelwellenaudion zu hören war.

Los zu meinem Physiklehrer DJ1RC. Charly erklärte mir alles. Und auch, wie man Funkamateur wird und ich meldete mich beim DARC im März 1973 an.

Dann hatte ich mir noch ein kleines MW/UKW Taschenradio auf 2m umgebaut und konnte damit das Relais, das im März 1973 schon auf dem Wasserturm in Oldenburg aufgebaut war, bis etwa 25km weit hören. Wenn auf DB0UO nichts los war, konnte ich den AM Bereich zum Radiohören benutzen.
Dieses Radio nahm ich im Sommer 73 immer mit. In Hessen auf einem Berg bei
Hünfeld konnte ich 4 Relais hören und trennen,
DB0DX, Feldberg, 150km, DB0YB, Bad Hersfeld, 20km, DB0XM, der hohe Meißner, 100km, und DB0XE in Kassel, 120km, für ein kleines Taschenradio, bei dem ich nur den Eingangs- und Oszillatorkreis verändert und neu abgeglichen hatte, eine beachtliche Reichweite.

Auf dem Radio stehen alle Rufzeichen, die ich im Lauf der Zeit hatte:
DB1BZ, PA9AIB, DF9QM, F0COS, SO3QM und G0FUQ.

Ganz schlimm war eigentlich, ohne Meßsender konnte ich meine Empfänger nur abgleichen, wenn das Relais länger benutzt wurde. Tatsächlich muße ich oft für Abgleicharbeiten auf den sonntäglichen Rundspruch von DC6KX warten.
Ab 18.10.73 war ich DB 1 BZ!

Und 2009: